Erzbischöfliche St.-Anna-Schule

Ein Rück- und Ausblick auf Unterricht unter Corona-Bedingungen

Ein Fazit aus drei speziellen Monaten

Hinter uns liegen drei Monate im Schulleben, die vermutlich lange in Erinnerung bleiben werden. Viele fragen sich an der Schwelle zu den Sommerferien, wie es weitergeht, vielleicht sogar, ob es weitergeht. Wir haben einen wesentlichen Teil unserer Arbeit in die Chancen unserer Lernenden investiert, wir haben viel Rückmeldung von Lernenden und ihren Eltern bekommen und waren natürlich mit den Unterrichtenden in einem ständigen Austausch. Zu den häufigsten Fragen, die an die Scvhulleitung gerichtet wurden, möchten wir hier eine Übersicht geben.

Wie ist die St.-Anna-Schule insgesamt aufgestellt?
Wir bekommen sehr viel Feedback, fast immer konstruktiv und sehr oft positiv. In Summe zeigt sich, dass viele Grundstrukturen für das E-Learning vorhanden sind und vieles gut läuft. Gleichzeitig wird deutlich, dass das e-Learning bunt ist - wir müssen hinsichtlich des Umgangs mit dem E-Learning noch Standards vereinbaren, vor allem hinsichtlich der Kommunikation zwischen Unterrichtenden und Lernenden und ggf. Eltern.
 
Warum gibt es an der St.-Anna-Schule keine Videokonferenzen per Zoom, Teams, oder ähnlichem? 
Die Chancen und Möglichkeiten der Videotelefonie liegen insbesondere für Beratungs- und Erklärsituationen auf der Hand, zudem werden Videokonferenzen in vielen Bereichen der Wirtschaft und des Freizeitlebens verstärkt eingesetzt. Allerdings ist eine Videokonferenz eine Übertragung einer analogen Arbeitsweise auf die digitale Welt, was grundsätzlich Zweifel an der Eignung rechtfertigt - digitales Lernen kennt intelligentere Formate. Dennoch wir sehen einen Einsatz in der Schule grundsätzlich als einen Baustein an, der im Rahmen festgelegter Konzepte und Verfahren gelegentlich  gewinnbringend eingesetzt werden könnte.
Allerdings sind die Datenschutz-Bedenken, die einem Einsatz entgegen stehen, immens! Und so hat der Schulträger nach Beratung durch den Datenschutz-Beauftragten und auch die Mitarbeitervertretung den Einsatz der üblichen Plattformen untersagt. Das dient zum Schutz aller Teilnehmenden an den Konferenzen. Und es kommt erschwerend hinzu, dass mit dem Angebot der Videokonferenzen im Rahmen des E-Learnings auch die Verpflichtung aller Schüler/innen zur Teilnehme besteht, was so nicht verlangt werden kann. Durch den Verzicht auf die Videokonferenzen werden alle Beteiligten vor den technischen Überwachungs- und Datenaufzeichungsmöglichkeiten geschützt.
 
Warum sind Zeiten, Fristen, Formen und Umfang von Aufgaben, die im E-Learning gestellt werden, so unterschiedlich?
Am 13. März sind wir alle in ein Loch gefallen, das wir noch nie so erlebt haben. Neben all den menschlichen Sorgen und Nöten haben wir in dieser Situation völlig neue Formate für alle auf den Weg gebracht, um die Zukunft der Kinder zu sichern. Nennen wir das einfach mal E-Learning. 
Innerhalb weniger Tage haben wir auf neuer, leistungsfähiger Hardware eine starke Moodle-Plattform für E-Learning auf den Weg gebracht, alle Lehrerinnen und Lehrer haben sich sehr schnell in neue Formate eingearbeitet und diese intensiv mit ihren Lerngruppen durchgezogen. Es gibt keine Vorgaben, keine Hilfe, keinen Support von oben. Und da kaum zwei Schulen im Land gleiche Voraussetzungen haben, ist eine Absprache untereinander praktisch unmöglich, es gibt keine übergreifenden Konzepte, bei denen angesetzt werden könnte. Wir werden die kommenden Monate intensiv nutzen, um Absprachen zu treffen und verbindliche Konzepte und Kriterien für erfolgreiches E-Learning zu entwickeln, stets in der Hoffnung, dass dieses Szenario maximal eine Ergänzung zum Präsenzunterricht darstellen wird.
 
Welche Bewertungsgrundlagen gibt es für das E-Learning?
Für das laufende Schuljahr gibt es sehr klare Regelungen, die das Ministerium vorgegeben hat und die wir transparent auf unserer Homepage veröffentlicht haben.
 
Wie ist die technische Ausstattung in Bezug auf das E-Learning zu beurteilen?
Die St.-Anna-Schule profitiert davon, seit vielen Jahren beim digitalen Unterricht voran zu gehen. Insbesondere die selbstverständliche Nutzung der Lernplattform Moodle, die bereits vor Jahren von der Schulkonferenz beschlossen wurde, versetzt uns in die Lage, ohne lange Vorlaufzeit in das Lernen auf Distanz zu gehen.
Hinsichtlich der weiteren Entwicklung gehen die Überlegungen deutlich weiter. Es gibt Planungen, die einzelnen Jahrgangsstufen sukzessive flächendeckend mit elternfinanzierten iPads auszustatten und so die Grundlage für die erfolgreiche Vermittlung der Medienkompetenzen zu schaffen.
 
Kann der Stoff, der von Mitte März bis Mitte Juni vermittelt worden wäre, aufgeholt werden?
Ja! Bestenfalls fehlt aufgrund gut funktionierendem E-Learning kaum etwas. Da das aber nicht in jedem Fall gleich gut funktioniert, kann nach Rücksprache mit den Fachlehrern des neuen Schuljahres ein individueller Förderplan erstellt werden. In Einzelfällen gibt es nach Beratung auch die Möglichkeit zur Wiederholung des Schuljahres, wenn dies aufgrund der Gesamtsituation sinnvoll ist.
 
Welche Planungen für das kommende Schuljahr gibt es?
Die Vorbereitungen des kommenden Schuljahres laufen auf Hochtouren. Allein die Rahmenbedingungen ist das Schulministerium noch schuldig. Daher planen wir in Rücksprache mit dem Schulträger in verschiedene Richtungen, mit Fokus auf möglichst viel Normalität und hoffen auf zeitnahe Festlegungen durch die Politik. In jedem Fall schaffen wir durch die Erstellung eines Konzepts für digitales Lernen die Grundlage für Standards und kriteriengeleitete Bewertung.

 

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