Erzbischöfliche St.-Anna-Schule

Die alte Münze

Altes neu entdecken

Gehört Ihr auch zu denen, die die Corona-Zeit nutzen, um mal wieder richtig aufzuräumen? Ich jedenfalls gehöre dazu, und dabei ist Manches wieder aufgetaucht, das ich schon lange vermisst habe. Zum Beispiel diese alte Münze, die ihr auf dem Bild hier seht. Ich habe sie vor vielen Jahren im Garten des Hauses eines Pfarrerskollegen von mir gefunden. Sie ist fast 200 Jahre alt, und offenbar hat sie schon jemand vor langer Zeit dort verloren. Mein Kollege hat mir erzählt, dass in seinem Haus schon damals Pfarrer gelebt haben. Ob es einer von ihnen war, dem sie gehört hat? Die Münze ist eines der ältesten Dinge, die ich persönlich besitze. Habt ihr auch solche alten Schätzchen aus längst vergangenen Zeiten? Was ist wohl der älteste Gegenstand, den ihr habt? Und wie ist er zu euch gekommen? Was verbindet euch mit ihm? 

Mich erinnern solche Dinge immer daran, dass wir nicht die erste Generation von Menschen sind, die auf diesem Planeten leben. Wir gehören hinein in eine lange Folge von Generationen. Diese Menschen haben uns so viel hinterlassen. Materielle Dinge wie meine alte Münze. Aber auch Vieles, das man nicht mit Händen greifen kann. Unsere Kultur, unsere Art zu leben, zu denken und zu fühlen. Und auch unseren Glauben. Niemand musste den Glauben erst erfinden...  Bei uns allen gab es Menschen, die ihn uns weitergegeben haben: vielleicht die Eltern, vielleicht andere Verwandte, vielleicht Lehrer, vielleicht andere Menschen, die uns beeindruckt haben. Gibt es Menschen, die dabei wichtig waren und euch zum Beispiel im Glauben unterstützen? Die euch wichtige nicht-materielle Dinge mitgegeben haben?

(Für Geschichtsfreunde: Die Münze ist ein preußisches 4-Groschen-Stück von 1802 aus Silber. Sie zeigt den jungen König Friedrich Wilhelm III. Er lebte von 1770 bis 1840. Auf der Münze trägt er noch einen Zopf – der war modern, als er ein Jugendlicher war. Auf späteren Bildern hat er eine modische Kurzhaarfrisur. Denn in seiner Lebenszeit ist viel passiert: die alte Ordnung Europas brach zusammen durch die französische Revolution, es gab lange Kriege und Fremdherrschaft, aber auch Neuaufbau, Reformen, großen technischen Fortschritt. Als der König geboren wurde, war Deutschland in vielen Teilen noch fast wie im Mittelalter. Der König träumte selber gern von Burgen, Rittern und Domen! Aber kurz vor seinem Tod, konnte er noch die Eisenbahn benutzen, die gerade erfunden worden war!)


Viele Grüße

Armin Lange

copyright_retina.jpg MINT-EC-SCHULE_Logo_Mitglied.jpg fairtradeschool.jpg medienscouts.jpg Schulabteilung.jpg jp_wortbildmarke_72dpi_400x220px.jpg
Impressum | Datenschutz
St.-Anna-Schule Wuppertal • Erzbischöfliches Gymnasium für Jungen und Mädchen
Dorotheenstraße 11-19 • 42105 Wuppertal • Tel. 0202-429650 • Fax 0202-4296518 • E-Mail info@st-anna.de
copyright © 2021 St.-Anna-Schule Wuppertal • phpwcms Content Management System