Erzbischöfliche St.-Anna-Schule

Nimm dir Zeit

Als Maria drei Tage lang nach ihrem in Jerusalem verschütt gegangenen Sohn gesucht hatte, ihn schließlich im Tempel fand, ins Gespräch mit den Schriftgelehrten vertieft... Als sie die irritierende, unverständliche, vielleicht auch freche Antwort ihres Sohnes hörte, Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört? – Da nahm sie sich Zeit und bewahrte all die Worte in ihrem Herzen. Sie dachte darüber nach – auch wenn sie nicht alles sogleich verstand. (Lk 2,41-52)

 

Ehe Jesus sich anschickte, seine frohe Botschaft von einem guten, die Menschen liebenden Gott in Worten und Taten zu verkündigen, nahm er sich Zeit – vierzig Tage lang –, um sich in der Wüste auf seine Aufgabe vorzubereiten und sich dem Bösen zu stellen – und seinen eigenen Anfechtungen. (Mk 1,12-13)

 

Als die Menschen mit ihren Sorgen und ihrer Neugier und ihrem Hunger nach guten Worten Jesus an einen abgelegenen Ort nachfolgten, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten habenDa nahm er sich Zeit, und er lehrte sie lange. Und er gab an die Menschen weiter, woraus er selber lebte. (Mk 6,30-44) 

 

Und als dann die Jünger vor der Aufgabe zu kapitulieren drohten, tausende Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen satt zu machen, nahm Jesus sich Zeitdann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern und alle aßen und wurden satt, weil sie nicht mehr ängstlich um sich selbst kreisten, sondern mit offenen Händen das Wenige teilten, das sie bei sich hatten. (Mt 14,13-21) 

 

Als das „Bei-den-Menschen-Sein“, das Mittragen ihrer Sorgen und Krankheiten und sogar die Nähe seiner Jünger anstrengend wurden, nahm Jesus sich Zeit und stieg auf einen Berg, um für sich allein zu beten. Er suchte die Ruhe und die Abgeschiedenheit, um wieder zu sich zu kommen – und zu Gott. (Mt 14,23) 

 

Als die Schriftgelehrten und die Pharisäer die auf frischer Tat ertappte Ehebrecherin vor Jesus schleppten, um zu sehen, ob er sie getreu dem Gesetz des Mose zur Steinigung verurteilen würde, da nahm er sich Zeitbückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. – Er weigerte sich einfach, sich in einen Streit hineinziehen zu lassen, der nur zum Bösen führen konnte. (Joh 8, 1-11) 

 

Als der Verbrecher, der neben ihm am Kreuz dem Tod entgegenhing, ihn bat: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst!nahm Jesus sich Zeit, im eigenen Todeskampf auf den Leidensgenossen zu schauen und ihm Trost zuzusprechen: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein. (Joh 23,39-43)

Ricarda Menne, 5.3.2021

 

copyright_retina.jpg MINT-EC-SCHULE_Logo_Mitglied.jpg fairtradeschool.jpg medienscouts.jpg Schulabteilung.jpg jp_wortbildmarke_72dpi_400x220px.jpg
Impressum | Datenschutz
St.-Anna-Schule Wuppertal • Erzbischöfliches Gymnasium für Jungen und Mädchen
Dorotheenstraße 11-19 • 42105 Wuppertal • Tel. 0202-429650 • Fax 0202-4296518 • E-Mail info@st-anna.de
copyright © 2021 St.-Anna-Schule Wuppertal • phpwcms Content Management System