Erzbischöfliche St.-Anna-Schule

Fahrt zum 101. Katholikentag in der Fahrradstadt Münster

Eigentlich sah es so aus, als ob es in diesem Jahr keine Katholikentagsfahrt  geben würde; kurz vor der Absage der Fahrt kamen allerdings noch einige Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q2 auf Frau Menne, Herrn Dr. Lange und mich zu und versicherten, dass Sie unbedingt noch nach Münster fahren möchten. So kam es, dass wir verstärkt durch drei weitere Schülerinnen mit einer Kleingruppe von insgesamt zehn Schülerinnen und Schülern sowie drei Lehrern am Mittwoch, dem 09.05., zum Katholikentag unter dem Motto „Suche Frieden“ nach Münster aufgebrochen sind.

Der erste Abend ermöglichte uns einen ersten Eindruck der wunderschönen Münsteraner Altstadt sowie des etwas verwirrenden Busfahrplans. Zudem durften wir unsere Klassenzimmer im Geschwister-Scholl-Schulzentrum beziehen, in dem uns der Malteser-Hilfsdienst herzlich willkommen hieß. Erfahrene Kirchentagsfahrer zeigten sich etwas überrascht über das neue Sicherheitskonzept, nach dem jeder Besucher mit einer Karte ausgestattet wurde, so dass er beim Betreten und Verlassen des Gebäudes ein- und auschecken musste. Leider hatten die jüngsten traurigen Ereignisse in Münster Spuren hinterlassen: Viele LKW-Sperren zeichneten das Stadtbild Münsters und veranschaulichten so das verschärfte Sicherheitskonzept. 

Der erste Tag begann mit dem großen Open-Air-Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt vor der beeindruckenden Kulisse des Münsteraner Schlosses. Besonderes Glück hatten wir mit dem Wetter, das uns während des Gottesdienstes erfreulicherweise nicht durch einen Regenguss überraschte. Nach dem Gottesdienst begann es allerdings zu schütten, so dass wir uns gerade noch zu einer Dombesichtigung ins Trockene retten konnten. Der Donnerstagnachmittag hielt dann die erste kleine Enttäuschung bereit: Obwohl wir bereits 40 Minuten vor Beginn der Veranstaltung eingetroffen sind, war die Kirche, in der der Psychiater und Theologe Manfred Lütz von seinem neuesten Werk „Skandalgeschichte des Christentums“ berichten wollte, schon überfüllt. Angesichts des Regens entschlossen wir uns, das Podium mit Bundespräsident Frank Walter Steinmeier in den Messehallen zu besuchen, in dem dieser zum Schluss gerade die jungen Menschen zu Engagement in der Gesellschaft aufforderte. Abends nahmen die Schülerinnen und Schüler noch an der Nacht der Lichter teil, die schon traditionell von den Brüdern aus Taizé in der restlos überfüllten großen Messehalle angeboten wurde.

Am Freitagmorgen erwartete uns nach einem Bummel über die Kirchentagsmeile das nächste Schild mit der Aufschrift „Halle überfüllt“: Auch der Saal, in der unser Kölner Weihbischof Dominikus Schwaderlapp über die Sexualmoral der katholischen Kirche sprechen würde, war schon restlos belegt, als wir ankamen. Wie am Vortag verloren wir nicht viel Zeit und machten uns wieder zum Messegelände auf, in der uns ein spannendes Podium zum Thema Populismus und Politik unter dem Motto „Wer die Wahrheit sagt, verliert!“ unter Mitwirkung der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick und dem WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn erwartete. 

Direkt im Anschluss besuchten noch einige Schülerinnen und Schüler ein Podium unter dem Thema Störfaktor Religion mit Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und dem Kabarettisten Eckard von Hirschhausen, in dem letzterer sich ein spannendes Wortgefecht mit dem Kölner Kardinal lieferte. Abends stand für die Schülerinnen und Schüler das Konzert der Alten Bekannten an, der A-capella-Nachfolgeband der Wise Guys.

Am letzten Tag nahmen wir an einem Podium teil, das die Verfolgung der Christen im Nahen Osten thematisierte. Bischof Anba Damian (vgl. Gruppenfoto) von der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland berichtete anschaulich von der zum Teil dramatischen Situation seiner Glaubensgeschwister im Nahen Osten. Der restliche Tag stand zur freien Verfügung, um sich in Ruhe von der Studentenstadt Münster verabschieden zu können.

Die nächste Katholiken- bzw. Kirchentagsfahrt wird uns vermutlich im Jahr 2021 zum Ökumenischen Kirchentag nach Frankfurt am Main führen. Beim im kommenden Jahr in Dortmund stattfindenden Evangelischen Kirchentag werden wir wohl eine „Fahrtenpause“ einlegen; der grundsätzlich für Jahr 2020 angesetzte nächste Katholikentag wird voraussichtlich aufgrund des bevorstehenden Ökumenischen Kirchentags auf 2022 verschoben. 

Christian Feistauer

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